Viele, insbesondere Schreibanfänger, stehen vor ein und demselben Problem: Die Grundidee ist da, aber wie soll es nun weiter gehen? Eine richtige Antwort gibt es darauf nicht, denn grundsätzlich muss jeder seine eigene Methode finden.  Abhängig ist dies auch davon, ob du selbst eher zu den „Discovery-writers“ gehörst, also zu denen, die einfach drauf los schreiben, oder zu den sogenannten „Outliners“, die direkt am Anfang schon alles durch plotten. Zählst du zu den letzteren, dann passt vielleicht die Schneeflockenmethode zu dir.
Folgende beinhaltet 7 (in der gängigen Form sogar 10) Schritte, die dich näher an deinen Roman heranbringen und dir bei dem Plotten helfen sollen.

 

Schritt 1 – Ein-Satz-Zusammenfassung

Wie die Überschrift bereits verrät, geht es in diesem Schritt darum, die Grundidee deines Romans in einem einzigen Satz zusammenzufassen. Also eigentlich nichts anderes als Kurz und knackig“.

 

Schritt 2 – Fünf  Sätze

Nun geht es darum, das ganze auszuweiten. Aus einem Satz werden fünf, du fügst deiner Grundidee also ein paar Details hinzu, die dir am wichtigsten erscheinen.

 

Schritt 3 – Charaktere

Im dritten Schritt geht es wohl um eines der wichtigsten Sachen in deinem Buch: deine Charaktere. Es ist wichtig, dir eine grobe Zusammenfassung von ihnen vor Augen zu führen, das heißt den Namen, wichtige Charaktereigenschaften, Charakterentwicklungen etc. Falls du hierbei Hilfe brauchst, kannst du auch gerne mal bei Linneas Blogbeitrag „Charakterbögen mit Excel“ vorbeischauen.

Charakterbögen mit Excel – ein Selbstversuch

 

Schritt 4 – Ein Absatz

Jetzt greifst du wieder deine fünf Sätze von Schritt 2 auf und erweiterst jeden von ihnen zu einem ganzen Absatz. Dies hilft dir, deiner Geschichte mehr Tiefgang zu geben und Details hinzuzufügen.

 

Schritt 5 – Aus Charaktersicht schreiben

Klingt unnötig? Ist es aber nicht. Wenn du deine Geschichte (aus Schritt 4) aus der Sicht deiner Charaktere schreibst, hilft dir das dabei, einerseits deine Figur besser kennenzulernen und andererseits ist es auch eine gute Methode um Logik- oder auch Perspektivfehler zu vermeiden.

 

Schritt 6 – Fünf Seiten

Fünf Absätze hast du ja bereits von Schritt 4. Das einzige, was hier verlangt wird, ist, diese noch einmal zu erweitern, und zwar auf mehr oder minder fünf Seiten. Das gibt dir das nötige Feingefühl für die einzelnen Handlungsabschnitte deiner Geschichte.

 

Schritt 7 – Kapitelplan

So, nun bist du also am letzen Schritt angelangt. Das einzige, was jetzt noch fehlt, um deinen Roman die nötige Struktur zu geben, ist ein Kapitelplan. Diesen kannst du so ausführlich machen, wie du möchtest – entweder beschränkst du dich nur auf jeweils einen Satz oder weitest das ganze erneut aus – das ist ganz alleine dir überlassen.

 

Allgemein ist dieses Konzept nicht felsenfest in Stein gemeißelt, was schlichtunter bedeutet, dass du nicht alles genauestens befolgen musst. Du kannst einzelne Punkte etwas abändern, ganz auslassen oder erst gar nicht befolgen. Selbst die oben beschriebene Schneeflockenmethode wurde von mir ein bisschen individualisiert – denn schlussendlich muss jeder seinen eigenen Weg finden, um an seinen Roman heranzugehen.

 

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr eine bestimmte Methode oder schreibt ihr einfach darauf los?

Denkt daran, ein Blatt voll mit blasser Tinte ist besser als das beste Gedächtnis.

Liebe Grüße,
Jana