Jeder, der einmal den Entschluss gefasst hat, an einem längerfristigen Projekt zu arbeiten, weiß, wie schwer es manchmal sein kann, schlussendlich auch wirklich daran zu bleiben. Am Anfang ist man hochmotiviert, doch leider ebbt diese Motivation auch gerne mal genauso schnell wieder ab – und selbst wenn sie erhalten bleibt, so kommen andere Probleme wie beispielsweise wie fehlendes Zeitmanagement hinzu. Das alles erschwert den alltäglichen Schreibprozess natürlich sehr und oftmals endet es damit, dass man keine wirkliche Schreibroutine aufbauen kann oder diese nicht einhält. Dabei ist gerade das eines der wichtigsten Dinge, was das Schreiben anbelangt!
Eine gute Möglichkeit das zu umgehen, sind Wochenziele. Klingt öde? Hilft aber! Es geht dabei nicht darum, sich für eine Woche direkt 50 Seiten vorzunehmen, ganz im Gegenteil. Haltet die Zahl lieber klein, ungefähr so wie ihr denkt, dass ihr sie auch in einer stressigeren Woche noch umsetzen könnt. Das Ziel liegt nicht darin, möglichst viel auf einmal, sondern regelmäßig zu schreiben!
Wenn es dann doch einmal eine Woche gibt, in der ihr es absolut nicht schafft, ist das nicht weiter schlimm. Macht euch schon im Vorhinein klar, dass ihr nicht immer Vollgas geben könnt und sagt direkt am Anfang: „Diese Woche wird einmal eine kurze Schreibpause eingelegt – danach dafür mit umso mehr Elan daran weitergearbeitet!“ Warum sich solche Pausen auch lohnen können, findet ihr hier:

Gezielte Schreibpausen – warum?

Falls ihr einmal ein wenig zu langsam seid, ist auch das nicht schlimm. Bei kleineren Wochenzielen ist es nicht schwer, die nicht geschriebenen Seiten aufzuholen und falls ihr über euer Wochenziel hinausschießt umso besser! Glaubt mir, es gibt keine bessere Motivation als das Erreichen von selbstgesetzten Zielen.
Was meine persönlichen Erfahrungen damit betrifft? Mein Wochenziel liegt momentan bei „mickrigen“ zehn Seiten, aber dadurch habe ich es geschafft, in einem Monat schon rund 50 Seiten zu schreiben. Das ist mehr, als ich bei meinem ersten Projekt in einem ganzen Vierteljahr geschafft habe. Einfach dadurch, dass man durch selbstgesetzte Ziele auch wirklich am Ball bleibt und kontinuierlich weiterschreibt. Ein „dieses Wochenende schreibe ich 20 Seiten am Stück und für den Rest des Monats überhaupt nichts mehr“ gibt es bei mir schlichtweg nicht mehr!
Also falls ihr selbst zu der Sorte Mensch gehört, die sehr schnell dazu neigen, auch mal faul zu sein und euch selbst und eure Projekte gehen zu lassen, kann ich euch diese Methode nur wärmstens empfehlen.
Wie sieht es mit euch aus? Habt ihr Wochen- oder Monatsziele irgendeiner Art und falls ja, wie effektiv findet ihr diese?
Denkt dran, ein Blatt voll mit blasser Tinte ist besser als das beste Gedächtnis.
Liebe Grüße,
Jana