Manche werden sicherlich begeistert diesen Beitrag öffnen, weil sie totale Musikliebhaber sind und alles mögen, was damit in Verbindung gebracht wird. Andere hingegen, ob sie Musik nun mögen oder nicht, werden kopfschüttelnd wieder auf den Zurück-Button drücken.
Warum?
Weil es in diesem Beitrag nicht nur um Musik als Ganzes geht sondern vielmehr um die Art und Weise, wie sie während dem Schreiben eingesetzt werden kann und die Meinungen in dieser Hinsicht nun mal komplett auseinander gehen. Viele schwören darauf, während dem Schreiben oder auch Lernen Musik zu hören, da es ihnen hilft, sich zu entspannen und sich besser zu konzentrieren, während andere sich davon nur abgelenkt fühlen und schlussendlich gar nichts mehr klappt. Teilweise nicht einmal mit dem Lieblingslied. Woran das liegt? Jeder Mensch ist eben unterschiedlich, aber nur weil man mit Musik schlechter arbeitet, muss das nicht heißen, dass man ganz auf sie verzichten sollte, denn es gibt verschiedene Arten, wie du sie nutzen kannst.

  1. Musik als Motivator

Wenn es während dem Schreiben mit dem Musikhören nicht klappt, warum nicht während dem Plotten? Dabei musst du deine Ideen nicht einmal verschriftlichen, es reicht schon, wenn du über dein anstehendes Projekt nachdenkst und Ideen sammelst. Genau dann ist die richtige Zeit, um eine Playlist zu erstellen. Eine neue Idee = ein neues Lied und schwuups, jedes Mal, wenn du deine Playlist abspielen lässt, wirst du dich an deine Ideen erinnern und deine Begeisterung wird zurückkehren. Mehr als nur einmal ist mir passiert, dass während dem Zugfahren beispielweise ein Lied aus meiner Schreibplaylist dazwischen gerutscht ist. Das Resultat? Ich hätte am liebsten noch auf der Stelle losgeschrieben. Musik kann also super als Motivation dienen, was sich auch gut eignet wenn sich mal wieder eine lästige Schreibblockade anbahnt oder auch nach einer etwas längeren Schreibpause!

  1. Musik als Inspiration

Wir können Inspiration aus allem Erdenklichen schöpfen, seien es Filme, Serien, Zitate, die Natur, bestimmte Menschen und und und. Mit eine der größten Inspirationsquellen ist allerdings die Musik. Dadurch, dass es so viele verschiedene Richtungen gibt, ist auch für alles etwas dabei. Habt ihr euch nicht alle schon einmal selbst dabei ertappt, wie ihr euch eine Szene aus eurem Roman in eurem Kopf vorgestellt, als wäre es aus einem tatsächlichen Film? Denkt noch einmal darüber nach und sagt mir, ob ihr nicht auch Musik im Hintergrund hinzugefügt habt, wenn auch unbewusst. Denn nur dann ist das Kopfkino perfekt, findet ihr nicht? Oder aber auch das typische Standartbeispiel: Man hört ein Lied und verbindet etwas Bestimmtes damit oder malt sich eine spezielle Szene dazu aus. Egal in welcher Art und Weise, Musik kann dir dabei helfen, dich deinem Roman ein Stück näher zu bringen und die fehlende Inspiration zu  liefern. Fast so wie bei Hermes. Nur schneller, hoffentlich 😉

  1. Musik als Mittel zur Konzentration

Kommen wir zum letzten und somit auch etwas spezifischeren Teil, der wirklich nicht bei jedem funktioniert. Bei anderen dafür aber umso mehr. Wenn man Schwierigkeiten hat, sich während dem Schreiben zu konzentrieren, weil es entweder zu laut ist oder zu leise (ja, das geht beides :D) , dann greifen viele auf Musik zurück. Es ist egal, um was für Musik es sich dabei handelt, die Hauptsache ist, dass sie dir gefällt. Manche hören ihre Lieblingslieder, andere lieber komplett neue, die sie noch nie gehört haben. Mein Tipp jedoch, falls ihr zu der Sorte Mensch gehört, die Probleme mit dieser Taktik hat; Versucht es am Anfang erst einmal mit ruhigerer, instrumentaler Musik. Oftmals sind es auch die Lyrics die ablenken, wenn man gerade am arbeiten ist, nicht die Melodie an sich.

 

Wie sieht es bei euch aus? Hört ihr Musik während dem Schreiben oder könnt ihr euch ohne besser konzentrieren?

Ein Blatt voll mit blasser Tinte ist besser als das beste Gedächtnis.

Liebe Grüße,
Jana