Der Zwiespalt zwischen Schule und Hobby ist für viele ein altbewährtes Problem.
In der Schule gut sein, möglichst solide Noten schreiben und stets alles vorbereitet zu haben – All das sind Dinge, die Zeit beanspruchen. Zeit außerhalb der Schule, die man eigentlich für solche Dinge wie Schreiben nutzt.
Und schon hat man das Problem. Soll man seine Freizeit wirklich vollkommen für die Schule aufopfern? Schließlich geht es um die eigene Zukunft. Oder sollte man sich trotz allem seine Freiheiten nehmen und somit möglicherweise die Schule vernachlässigen?
Gerade wenn es auf das Abi zugeht, häufen sich diese Fragen und auch das kleine Teufelchen auf deiner Schulter scheint gerade jetzt vermehrt deine Nähe zu suchen.

Schreiben, schreiben, schreiben, flüstert es.

Lernen, lernen, lernen, jemand anderes.

Welcher davon den Part als Engel oder Teufel übernimmt, ist einem selbst überlassen, aber das Ergebnis bleibt trotzdem das Gleiche; innere Zerrissenheit.
Aber muss man sich denn wirklich zwischen den beiden entscheiden? Warum nicht einfach ein solider Mittelweg, bei dem man beides miteinander vereint?
Die Annahme, mit seinem Hobby, mit seiner Leidenschaft komplett aufzuhören, ist schlichtweg gesehen falsch. Natürlich sollte man die Schule in den Vordergrund stellen und das beinhaltet manchmal auch das Vernachlässigen von persönlichen Anliegen. Aber aufhören sollte man damit auf keinen Fall. Auch wenn es einem Zeit raubt, die man augenscheinlich überhaupt nicht hat, ist das Schreiben eine Art Ausgleich, der nicht unterschätzt werden sollte. Anstatt als Energieräuber sollte man es eher als Energiegeber ansehen, denn schlussendlich geht es zwar von deiner Zeit ab, ist aber etwas, was du freiwillig uns gerne tust.
Zweifelsohne ist dies einfacher gesagt als getan. Die Zeit für das Schreiben aufbringen zu wollen und dies schlussendlich dann auch wirklich zu tun sind zwei Paar Schuhe. Allerdings gibt es bestimmte Möglichkeiten, die sich bewährt haben. Zumindest bei mir ist es so, dass es schwer ist, sich unter der Woche einmal hinzusetzen und wirklich produktiv etwas zu Blatt zu bringen. Ganz aufgehört habe ich deswegen aber trotzdem nicht. Vielmehr habe ich meine Schreibzeiten hauptsächlich auf das Wochenende gelegt, genauso werden Ferien auch vermehrt für das Schreiben genutzt. Wenn gerade wieder einmal eine „Klausurenphase“ droht, bei der ich weiß, dass ich es zeitlich nicht schaffe, mache ich auch mal eine Schreibpause – das Wichtige ist nur, danach wieder anzufangen und sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen.

Im Großen und Ganzen ist es also nur eine Sache der Zeitplanung und in gewisser Weise auch eine Frage der Motivation. Wenn man etwas erreichen möchte, findet man immer Wege dazu.

It´s just a matter of priorities.

Ein Blatt voll mit blasser Tinte ist besser als das beste Gedächtnis,

Liebe Grüße,
Jana